Wochenschau

Wochenschau

Bevor am kommenden Samstag mit dem LOK-Mixed-Kegelcup 2011 das nächste gesellschaftliche Highlight der LOK-Geschichte ansteht – ein kleiner Rückblick auf die vergangene Woche:

Sonntag, 9. Oktober 2011
Ein slowenischer Kastanienbrater namens Jurij, der schon das eine oder andere Mal in Graz sein Unwesen getrieben hat – man erinnere sich an ein verursachtes Verbot von offenem Feuer im Haus Lange Gasse 42 – tauchte plötzlich am Karl Morre Platz auf. Mit samt seinen Sachen – Kastanien, Kastanienofen, Kastanienpfanne, Topf, Sturm, …

So nutzen wir die Gelegenheit und unterstützen ihn beim Vernichten der Castaneae sativae und des mitgebrachten Schilchersturms – beides aus den tiefen Abgründen der Südweststeiermark.

Zur Info – Fortbildung für alle LOK-Führer:

Geschichte
Die Blaue Wildbacher-Rebe wurde wahrscheinlich schon 400 v. Chr. (La-Tène-Zeit) von den Kelten im Gebiet der heutigen Steiermark sowie der ehemaligen Untersteiermark aus einer heimischen Wildrebe gezogen. 1842 wurde sie klassifiziert. Die Tradition der Schilcherherstellung in der Weststeiermark geht auf Erzherzog Johann zurück, der Mitte des 19. Jahrhunderts ein neues wirtschaftliches Standbein für die Region suchte. Der Name leitet sich von der hellrot schillernden Farbe des Weines her (österreichisch „schilchern“ für schillern).

Um den Schilcher werden auch Anekdoten erzählt. So machte Papst Pius VI. 1782 auf seiner Reise zu Kaiser Joseph II. in Wien im Franziskanerkloster Maria Lankowitz bei Köflach Station. Als gebürtiger Italiener war der Papst mit säurearmen Südweinen vermutlich vertrauter als mit österreichischen Gewächsen. Über den Schilcher, den man ihm zum Abendessen servierte, schrieb er in seinem Tagebuch:

„Sie haben Uns einen rosaroten Essig vorgesetzt, den sie Schilcher nannten.“

Die Dichterin Maria Holzinger beschreibt den Schilcher in einem kurzen Gedicht

„Du zwiebelfarbner Schilcherwein,
du gibst dem Schwachen Kräfte ein,
rollst feurig durch die Glieder
und wirfst den Stärksten nieder.
Machst butterweich die Spröden,
bringst Stumme bald zum Reden,
machst jünglingsfroh die Alten
und liebestoll die Kalten.“

Als noch nicht ausgegorener neuer Wein trägt der Schilcher die Bezeichnung Schilchersturm und beeindruckt durch seine trübe Färbung, die rosa bis violett erscheint. Er wird in den Buschenschänken der Weststeiermark im September und Oktober getrunken. Traditionell reicht man dazu gebratene Kastanien.

Dienstag, 11. Oktober 2011
Gestärkt von diesem Abend spielten wir am Dienstag wieder gegen den FC Vollgas – schon das dritte Mal. Das Spiel wird aber den Mannen des FCV sicherlich länger in Erinnerung bleiben. Hat doch auch der Kommentator des Spiels Kasachstan gegen Österreich schon vor Anpfiff erkannt: „Heute wird Wolfgang Lang ein Riesenspiel abliefern. Immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird!“

Also sattelt eure LOKs und kommt am Samstag in die Elisabethinergasse – der Titel des Kegel-Champions wird vergeben!
Start: 20 Uhr

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